Projekt: "Weniger, aber gesündere Stadttauben in Olten"


Von den einen geliebt, verehrt und gefüttert, von den andern gehasst, verachtet und bekämpft - heute gehören die Tauben wie die Wahrzeichen Stadtturm und alte Holzbrücke zum Stadtbild von Olten. Doch durch die unnatürliche Überfütterung leben über 4000 Tauben in unserer Stadt. Die Tiere selbst leiden enorm unter erbärmlichen hygienischen Bedingungen und verslumen reglerecht. Die Stadt Olten will die Lebensbedingungen der Stadttauben verbessern und einen kleinen, gesunden und gepflegten Taubenbestand erreichen.


Im Jahre 2007 wurde das Projekt "Weniger, aber gesündere Stadttauben in Olten" ins Leben gerufen.

..... mit den Zielen:

  • Reduktion des Taubenbestandes
  • Verringerung der Schäden durch Verkotung
  • Verbesserung des Gesundheitzustandes der Tauben
  • Verkleinerung des seuchenhygienischen Gefahrenpotenzials

..... und den Massnahmen: 

  • Sensibilisierung der Menschen für die Problematik des Fütterns
  • Schaffung optimaler Brutbedingungen für Tauben durch Taubenschläge
  • Dezimierung der Tauben durch Fang


Aufklärung mit Plakataktion - Tauben füttern ist falsche Tierliebe

Durch verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass ausschliesslich die zur Verfügung stehende Nahrungsmenge die Grösse der Taubenpopulation begrenzt. So soll bei den Massnahmen auch in erster Linie die Öffentlichkeitsarbeit stehen. An den Hauptfütterungsorten der Stadt Olten stehen Informationstafeln, mit denen die Bevölkerung aufgerufen wird, die Tauben nicht mehr zu füttern. Ausserdem erfährt der Leser Näheres über die Tauben und deren Lebensgewohnheiten. Weiter entstand im Jahre 2007 in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Tierschutz, dem Ornithologischen Verein Olten und dem Tierschutzverein Olten und Umgebung ein Flyer, der vertiefte Informationen über die Problematik des Fütterns und zeigt die konkreten Massnahmen und Ziele der Stadt Olten aufzeigt.

Flyer (PDF 1520 KB), Beiblatt (PDF 452 KB)


Schaffung von optimalen Brutbedingungen - städtische Taubenschläge

Im Dachstock des Hübelischulhauses wurde Ende Februar 2010 der erste städtische Taubenschlag fertig gestellt. Im selben Jahr wird ein weiterer Taubenschlag im Dachstock des Bifangschulhauses gebaut. Zwei weitere Schläge sind geplant. Die kontrollierten Bedingungen im Schlag führen zu einem verbesserten Gesundheitszustand der Tiere. Es besteht die Möglichkeit, auf Parasiten- und Krankheitsbefall zu reagieren. Durch das Angebot der Brutplätze im Schlag wird unerwünschtes Nisten an Häusern und in Estrichen verringert.

Weitere Infos zu Taubenschlägen


Die Erfahrung hat gezeigt, dass es nicht möglich ist, einen Taubenbestand durch eine Erhöhung der Mortalität nachhaltig zu reduzieren, wenn nicht gleichzeitig die Nahrungsgrundlage reduziert wird. Fang und Abschuss als Einzelmassnahme bringen somit keinen Erfolg. Fangaktionen sollen daher kein Ziel sein. Aber wenn die Reduktion der Nahrungsmenge erreicht wird, garantieren flankierende Fangaktionen, dass keine Tiere verhungern oder nicht durch Nahrungsmangel geschwächt leichter Opfer von Krankheiten und Parasiten werden. Durch diese Massnahme kann die Taubenpopulation schneller der verringerten Nahrungsgrundlage angepasst werden. Durch die Überpopulation in Olten sind auch sehr viele Tauben krank, haben verkrüppelte Füsse. Diese Tauben können durch die Fangaktionen entfernt und ausgemerzt werden.


Weitere Informationen zum Thema Stadttauben finden sie auch hier: 

Die Taube aus Sicht des Tierschutzes

Vertiefte Informationen über die Stadttaube

Weitere Hintergrundsinformationen zum Verhältnis Mensch - Stadttaube
(Bund für Naturschutz Deutschland)


Strassentauben - Probleme, Lösungen und Ansichten (PDF 510 kB)